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Informationen

Hier finden Sie grundlegende Hinweise zu zentralen Aspekten der Promotionsbetreuung sowie einen Überblick über die Besonderheiten kooperativer Promotionen.
 

Kooperative Promotionen stellen eine wertvolle Schnittstelle zwischen universitärer und angewandter Forschung dar.
Sie ermöglichen es Promovierenden, sowohl die universitären Perspektiven und Strukturen als auch die anwendungsorientierte Perspektive der HAW in ihre Promotionsprojekte einzubringen.
Diese Promotionsform bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Betreuende mit sich und gewinnt zunehmend an Bedeutung. 

Kooperative Promotionen zeichnen sich durch mehrere Besonderheiten aus: 

Doppelbetreuung und Zusammenarbeit mit einer anderen Hochschule
Ein zentrales Merkmal kooperativer Promotionen ist die Betreuung durch Professor*innen einer Universität/gleichgestellten Hochschule und einer HAW. Dies erfordert Abstimmungen zwischen den Betreuungspersonen und eine klare Kommunikation bezüglich Rollen und Zuständigkeiten. 

Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
Kooperative Promotionen bieten die Möglichkeit, praxisrelevante Fragestellungen mit Theorie- und Grundlagenforschung zu verknüpfen und damit Promotionsprojekte zu begleiten, die die Vorteile beider Institutionen vereinen. Dies trägt auch zur Steigerung der gesellschaftlichen Relevanz der Promotionsvorhaben bei.

Rahmenbedingungen
Die Durchführung kooperativer Promotionen erfordert die Berücksichtigung der jeweiligen Promotionsordnung(en), insbesondere seitens der promotionsberechtigten Universität/gleichgestellten Hochschule. Formale Bedingungen wie die Anmeldung als Doktorand*in sind in der Regel an die Vorgaben der Universität/gleichgestellten Hochschule gebunden.

Potenziale für Nachwuchsförderung und Kooperationen
Kooperative Promotionen stärken die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Universitäten/HAW und fördern die Vernetzung. Sie tragen zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses an HAW bei und können gemeinsame Projekte anstoßen. 

Als Betreuer*in begleiten Sie Promovierende über mehrere Jahre hinweg bei ihrem Promotionsprojekt. Ihre Aufgaben reichen von der Themenfindung, der methodischen und fachlichen Beratung, kritischen wissenschaftlichen Reflexion bis zur Begutachtung und Begleitung der Verteidigung der Dissertation. Insbesondere bei der Betreuung kooperativer Promotionen zwischen Universitäten/gleichgestellten Hochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ergeben sich einige Besonderheiten:

Gemeinsames Betreuungskonzept

Ein zentrales Merkmal kooperativer Promotionen mit HAW-Beteiligung ist, dass die Promotionsberechtigung bei der Universität/gleichgestellten Hochschule liegt.

Im Unterschied zu klassischen Promotionsverfahren, bei denen die Betreuung in der Regel ausschließlich
durch universitäre Professor*innen erfolgt, sind bei kooperativen Promotionen zudem Betreuende der HAW beteiligt.

Zwar liegt die offizielle Verantwortung für die Einhaltung der Vorgaben und wissenschaftlichen Qualität bei der Betreuungsperson der Universität/gleichgestellten Hochschule, dennoch sollte eine Abstimmung und Koordination der Zusammenarbeit während des Promotionsprozesses mit der Betreuungsperson der HAW erfolgen.

Verteilung der Zuständigkeiten

Insbesondere bei kooperativen Promotionen ist eine klare Rollenverteilung
und Kommunikation bedeutsam. Darunter fallen Fragen zur Verteilung der Zuständigkeit bei der fachlichen Betreuung, die Häufigkeit der Betreuungsgespräche, die Verteilung der Rollen bei der Publikation, bei eventuellen Drittmittelanträgen, Konferenzen etc.

Organisatorische Herausforderungen und institutionelle Anbindung

Durch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Universitäten und HAW ergeben sich unter Umständen auch unterschiedliche Erwartungshaltungen bspw. an Theorie- und Methodenauswahl. Zudem kann es abweichende Rahmenbedingungen hinsichtlich Infrastruktur und wissenschaftlicher Qualifizierung geben. Auch hier spielt die strukturierte und verbindliche Zusammenarbeit von Universität/gleichgestellter Hochschule und HAW mit klarer Kommunikation der Erwartungshaltungen eine entscheidende Rolle.

Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen

Kooperative Promotionen sind i.d.R. nicht durch einheitliche Strukturen geregelt. Betreuende Professor*innen sollten sich daher über diese Aspekte informieren:

  •  Welche Promotionsordnung gilt? 
  •  Wie wird die Betreuung formal geregelt? (Betreuungsvereinbarung/Kooperationsverträge)
  •  Wer ist prüfberechtigt und wie wird das Prüfungsverfahren organisiert?
  •  Welche Vorgaben gelten für Veröffentlichung und Begutachtung?
     

Mindestanforderungen an Betreuungsvereinbarungen zum Download

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Die Betreuung einer Promotion umfasst in erster Linie die fachlich-wissenschaftliche Begleitung des Promotionsvorhabens. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Aspekte, die insbesondere im Hinblick auf die Qualifizierung und Eröffnung der Karrierewege von Promovierenden bedeutsam sind, auch wenn diese Aufgaben nicht zwingend zu den klassischen Betreuungsanforderungen zählen.

Förderung der akademischen und fachlichen Qualifizierung und Selbständigkeit der Promovierenden
Während der Promotionszeit ist die Entwicklung einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitsweise essenziell. Die Betreuung kann dabei unterstützen, durch regelmäßiges Feedback und angemessene Freiräume zur Entwicklung eigener Ideen/Strategien die Selbständigkeit der Promovierenden zu fördern. Zur fachlichen und akademischen Qualifizierung ist darüber hinaus die Einbindung in Konferenzen, Tagungen, Workshops o.Ä. von Bedeutung, um in den Austausch zu gelangen und ein Netzwerk aufzubauen.

Rückmeldung/Beratung hinsichtlich der Eignung einer wissenschaftlichen Karriere
Promovierende stehen häufig vor der Frage, ob sie für eine wissenschaftliche Laufbahn über die Promotion hinaus geeignet sind. Eine offene und frühzeitige Rückmeldung zu individuellen Stärken, Potenzialen und Karrieremöglichkeiten innerhalb sowie außerhalb des Wissenschaftssystems kann eine wichtige Orientierung für die weitere Laufbahn bieten.

Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Karriereplanung der Promovierenden
Unabhängig davon, ob die Promovierenden eine akademische Laufbahn oder eine außeruniversitäre Karriere anstreben, ist die Unterstützung bei der Karriereplanung bedeutsam. Dazu zählt neben der Beratung auch die Förderung der Entwicklung (über-)fachlicher Kompetenzen und der Aufbau eines auf die Karrierepläne zugeschnittenen Netzwerkes. 

 

 

Promotion in Niedersachsen - Rahmenbedingungen

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Landesweiter Standard für kooperative Promotionen in Niedersachsen

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Mindestanforderungen an Betreuungsvereinbarungen

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Übersicht Kooperationen zwischen HAW und Universitäten

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