Hier finden Sie Informationen zur Arbeitsphase der Promotion. Von der Arbeit an der Dissertation über Qualifizierung bis zur Karriereplanung.
Arbeitsphase
Hier finden Sie Informationen zur Arbeitsphase der Promotion. Von der Arbeit an der Dissertation über Qualifizierung bis zur Karriereplanung.
Die Arbeitsphase der Promotion ist die zentrale und längste Phase des Promotionsprozesses. Sie beginnt nach der Themenfindung und Erstellung des Exposés und umfasst die inhaltliche Ausarbeitung der Dissertation im Zusammenspiel mit wissenschaftlicher Weiterbildung, fachlichem Austausch, ggf. Publikationen und Karriereplanung.
Arbeit an der Dissertation
Im Zentrum steht das eigene Promotionsprojekt. Diese Phase beinhaltet die vertiefte Literaturarbeit, Erhebung und Auswertung von Daten sowie die Ausformulierung der einzelnen Kapitel.
Je nach Fachbereich können bspw. empirische Erhebungen oder experimentelle Studien dazugehören. Das wissenschaftliche Schreiben, Einholen von Feedbacks und Überarbeiten erfolgt begleitend über den gesamten Promotionszeitraum hinweg.
Überfachliche Qualifizierung
Parallel zur inhaltlichen Arbeit an der Dissertation besteht die Möglichkeit, an Qualifizierungsangeboten teilzunehmen. Diese sind (über-)fachlich und breit gefächert und umfassen bspw. methodische Workshops, Kolloquien, Tagungen und Kurse zum Erwerb von Qualifikationen, die über das Fach hinaus für wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Karrieren relevant sind.
Die Auflistung der Qualifizierungsangebote der jeweiligen Hochschulen/Universitäten finden Sie in den Profilen der HAW und Universitäten. Weitere Informationen können im Rahmen einer Beratung bei der jeweiligen Hochschule/Universität eingeholt werden.
Netzwerkarbeit und wissenschaftlicher Austausch
Der Aufbau eines wissenschaftlichen Netzwerkes ist essenziell. Konferenzen, Workshops und Kolloquien bieten Gelegenheiten, das eigene Projekt vorzustellen, Feedback einzuholen und sich mit anderen Wissenschaftler*innen auszutauschen.
Auch der Austausch mit anderen Promovierenden wirkt unterstützend auf den Promotionsprozess.
Publikationen
Viele Promotionsprojekte beinhalten oder ergänzen sich durch Publikationen. Entweder im Rahmen kumulativer Promotionen oder zusätzlich zur Monographie. Die Veröffentlichung einzelner Artikel, Konferenzbeiträge oder Paper ermöglicht die Einbindung in wissenschaftliche Diskurse und schult das wissenschaftliche Schreiben.
Betreuung
Der regelmäßige Austausch mit der betreuenden Person oder dem Betreuungsteam ist ein zentraler Bestandteil der Promotionsphase und dient der Einholung von Feedback und der Abstimmung über methodische und inhaltliche Fragen. Häufigkeit und Umfang der Betreuung kann je nach Fach und Person(en) variieren. Wichtig ist hier eine klare Kommunikation über Erwartungen und Arbeitsweisen.
Im optimalen Fall wird der Turnus von Gesprächen zum Arbeitsstand bereits in der Betreuungsvereinbarung festgelegt (siehe Material Mindestanforderungen an Betreuungsvereinbarungen).
Karriereplanung
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Arbeitsphase der Promotion ist die Karriereplanung. Viele Promovierende nutzen diese Phase, um gezielt Kompetenzen und Netzwerke aufzubauen, die für den nächsten Karriereschritt entscheidend sind, sei es in der Lehre, in Projekten oder außerhalb der Wissenschaft.
Wissenschaftliches Schreiben ist ein zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Qualifikation und zeichnet sich insbesondere durch Klarheit, Nachvollziehbarkeit und sprachliche Präzision aus.
Ziel ist es, komplexe Sachverhalte möglichst verständlich und präzise darzulegen. Wissenschaftliches Schreiben bedeutet daher nicht, eine Vielzahl von Fachbegriffen oder Fremdwörtern und möglichst komplexe Formulierungen zu verwenden. Vielmehr sollten wissenschaftliche Texte nachvollziehbar, logisch und prägnant formuliert sein. Wissenschaftliches Schreiben ist ein Prozess, der regelmäßige Überarbeitung, Reflexion und Feedback erfordert.
Wesentliche Merkmale des wissenschaftlichen Schreibens sind
- Präzision und eine hohe Lesbarkeit: Ein übersichtlicher Satzbau ohne lange, verschachtelte Sätze. Stattdessen sollten kurze, prägnante Formulierungen gewählt und die Verwendung von Füllwörtern vermieden werden.
- Ein strukturierter Aufbau: Wissenschaftliche Arbeiten enthalten einen erkennbaren „roten Faden“ mit logischem Aufbau, klarer Gliederung und nachvollziehbarer Argumentationslinie.
- Objektivität und Sachlichkeit: Die Argumentation sollte sachlich auf Grundlage wissenschaftlicher Quellen ohne Einbezug persönlicher Wertungen oder Emotionen erfolgen.
Darüber hinaus gibt es weitere zu beachtende Anforderungen wie
- Verzicht auf die Ich-Form
- Verzicht auf Verallgemeinerungen, Floskeln und Übertreibungen (natürlich, immer, immens, selbstverständlich etc.)
- Einheitlicher Zitierstil entsprechend der Vorgaben
- Einheitliche Regelung zur geschlechtergerechten Sprache
- Zeitform (Präsens bis auf wenige Ausnahmen)
Grundsätzlich hat jede Hochschule/Universität bzw. Fakultät spezifische Vorgaben hinsichtlich der Zitierweise, Formatierung und Gliederung. Diese Vorgaben sollten möglichst frühzeitig geklärt werden.
Im Allgemeinen gelten beim Verfassen der Dissertation die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.
Die Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis finden Sie hier:
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft - Gute wissenschaftliche Praxis