Auf dieser Website werden Daten wie z.B. Cookies gespeichert, um wichtige Funktionen der Website, einschließlich Analysen, Marketingfunktionen und Personalisierung zu ermöglichen. Sie können Ihre Einstellungen jederzeit ändern oder die Standardeinstellungen akzeptieren.
Cookie Hinweise
Datenschutzregelung

Community

Vernetzen Sie sich mit anderen Betreuenden, tauschen Sie Erfahrungen aus und erweitern Sie Ihr Netzwerk.

In unserer Community bieten wir Promotionsbetreuenden die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Sowohl für langjährige Betreuer*innen als auch für solche, die neu in der Rolle sind, eröffnet der Dialog mit Kolleg*innen unterschiedlicher Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen neue Perspektiven und Raum zur Unterstützung.

Darüber hinaus können Sie sich mit Promovierenden über den Promotionsprozess aus verschiedenen Blickwinkeln austauschen.

Der Bereich Community umfasst zudem auch Erfahrungsberichte.
Hier teilen Betreuungspersonen, Promovierende und Alumni ihre persönlichen Einblicke, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren ihrer Promotionsprojekte.

Hier gelangen Sie zur Registrierung

Hier gelangen Sie zum Login

 

Erfahrungsberichte von Betreuenden

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre akademische Laufbahn. Wie lang betreuen Sie schon Promovierende?
Nach dem Physik-Studium mit Promotion an der Universität Göttingen im Jahr 1993 und einer kurzen Postdoc-Phase mit Auslandsaufenthalten war ich für sechs Jahre in der Entwicklungsabteilung der Siemens Audiologische Technik GmbH tätig. Im Jahr 2001 wurde ich als Professorin für Audiologie an die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelsmhaven berufen, aus der im Jahr 2009 die Jade Hochschule hervorging.

Die erste Promotion, an deren Betreuung ich beteiligt war, wurde im Jahr 2012 abgeschlossen. Für die nächste Promotion im Jahr 2015 war die Promovierende vollständig in meiner Arbeitsgruppe tätig.

In welchem Rahmen betreuen Sie Promotionen? (Einzelbetreuung, kooperative Promotion, Graduiertenkolleg)?
Ich betreue Promotionen als kooperative Promotionen mit Kollegen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Wie gestalten Sie die Betreuung von Promovierenden? Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
Die Promotionen werden im Rahmen von Drittmittelprojekten angefertigt. Regelmäßige Projekttreffen sind deshalb auch gleichzeitig Termine zum Austausch mit den Promovierenden. Darüber hinaus finden wöchentliche organisatorische Treffen und inhaltlich vertiefte Treffen nach Bedarf statt. Die Besprechung gemeinsamer Ziele und die gemeinsame Lösung von unvorhergesehenen Problemen sind dabei ein Schwerpunkt.
Eine kontinuierliche, offene und respektvolle Kommunikation ist mir sehr wichtig. Ich sehe Betreuung als einen gemeinsamen Lernprozess, bei dem ich einerseits Orientierung biete, andererseits aber auch Raum für Eigenständigkeit lasse.

Welche Herausforderungen haben Sie als Betreuerin erlebt? Wie gehen Sie damit um? 
Ich gehe offen und konstruktiv mit Herausforderungen um. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Balance zwischen Unterstützung und Eigenverantwortung zu finden. Aber auch Publikationsprozesse können bei kumulativen Promotionen eine Herausforderung darstellen.

Welche ist Ihrer Ansicht nach die größte Schwierigkeit/Herausforderung von Promovierenden während der Promotionszeit?
Die größte Herausforderung ist natürlich, die geforderten Publikationen zu erstellen und erfolgreich durch den Publikationsprozess zu bringen. Dazu gehört es, die Motivation über mehrere Jahre aufrechtzuerhalten und sich selbst zu organisieren.
Eine weitere Herausforderung ist es, wissenschaftliche Gründlichkeit und gleichzeitig Selbständigkeit zu erlangen, um nach der Promotion unabhängige Forschung durchführen zu können.

Wie unterstützen Sie Ihre Promovierenden auch über die Erstellung der Dissertation hinaus?
Die Promotionen finden bei mir im Rahmen von Drittmittelprojekten statt, so dass auch die klassische Projektarbeit erlernt wird. Darüber hinaus ermögliche ich den Promovierenden die Teilnahme an Konferenzen und Nutzung meines Netzwerks. Gerade die Netzwerkbildung spielt für eine erfolgreiche weitere Karriere eine wichtige Rolle.

Wenn Sie Ihre bisherigen betreuten Promotionen betrachten: Was ist besonders gelungen? Was hat sich verändert in Ihrer Art der Betreuung und warum?
Ich kann berichten, dass alle bei mir begonnenen Promotionen auch abgeschlossen wurden. Wichtig ist mir aber besonders der persönliche Kontakt, der auch nach Abschluss der Promotion erhalten geblieben ist. Ein Teil der Promovierenden ist weiterhin in meinem Forschungsteam tätig. Bei den anderen freut es mich zu sehen, welchen erfolgreichen weiteren Weg sie gegangen sind.

Mir ist nicht bewusst, dass ich die Art meiner Betreuung über die Zeit verändert hätte, aber natürlich passe ich meine Betreuung auf jeden Promovierenden individuell an. Jede Person ist einzigartig. 

Welche Ratschläge/Empfehlungen würden Sie Kolleg*innen geben, die neu in der Rolle der Promotionsbetreuung sind?
Ich empfehle natürlich, einen regelmäßigen Austausch mit den Promovierenden zu vereinbaren und sich selbst intensiv mit dem Thema der Promotion zu beschäftigen. Es ist wichtig, Vertrauen aufzubauen und die Promovierenden als zukünftige Kolleg*innen zu sehen. Aber ich empfehle auch, sich wohlüberlegt für oder gegen mögliche Promovierende zu entscheiden. Ich selbst habe bisher nur Promovierende betreut, die mir aus dem Studium wohlbekannt waren.


 

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre akademische Laufbahn. Wie lang betreuen Sie schon Promovierende?
Studium der Diplom-Sozialwissenschaften und Promotion an der Universität Oldenburg; div. Familien- und medizinsoziologische Forschungsprojekte; Aufbau des Lehrstuhls Gender Studies/Universität Regensburg; Professurenvertretungen an der Humboldt Universität zu Berlin, Friedrich-August Universität Erlangen-Nürnberg, RWTH Aachen; seit 2008 Universitätsprofessorin für Allgemine Soziologie mit den Schwerpunkten Familiensoziologie und Gender Studies an der Universität Vechta; 
Forschungsschwerpunkte: Familien-, Geschlechter- und Medizinsoziologie, Biographieforschung, Organisationssoziologie (jeweils mit empirischem Schwerpunkt).

In welchem Rahmen betreuen Sie Promotionen? (Einzelbetreuung, kooperative Promotion, Graduiertenkolleg)?
Alle.

Wie gestalten Sie die Betreuung von Promovierenden? Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
Meine Promovierenden kommen von extern - sie finanzieren sich in der Regel selbst. Ich versuche, den direkten Kontakt zu den Promovierenden zu halten. Das bedeutet regelmäßigen Austausch. Mir ist wichtig, dass die Promovierenden die Schlüsselqualifikationen erwerben, die den Promotionsprozess begleiten und darüber hinaus für eine Tätigkeit innerhalb und außerhalb der Wissenschaft wichtig sind: Projektideen entwickeln, Drittmittelanträge schreiben, Zeitmanagement und Karriereplanung durchführen uvm. Hier unterstützen die Graduiertenzentren enorm. 

Welche Herausforderungen haben Sie als Betreuerin erlebt? Wie gehen Sie damit um? 
Das betrifft mein eigenes Zeitmanagement: ich habe es nicht in der Hand, wann längere Texte zur Durchsicht kommen. Wenn wenige an ihrem Projekt arbeiten, lässt sich der einzelne Betreuungsaufwand regulieren, wenn aber viele schreiben, ballt sich zuweilen die Aufgabe für mich. 

Spannend ist für mich immer an den Kooperationen, wenn die andere Disziplin fremd für mich ist - ich lerne so viel dabei.

Welche ist Ihrer Ansicht nach die größte Schwierigkeit/Herausforderung von Promovierenden während der Promotionszeit?
Zeitmanagement, Durchstrecken und Langeweile aushalten, am Thema bleiben, auch in schwierigen Zeiten - das ist besonders herausfordernd für meine Externen.

Wie unterstützen Sie Ihre Promovierenden auch über die Erstellung der Dissertation hinaus?

  • Integration in die Fachcommunity
  • Ermöglichung von Tagungsteilnahmen
  • Ermöglichung des Aufbaus von didaktischen Kompetenzen durch Lehraufträge
  • Hinweise auf Veranstaltungen des Graduiertenzentrums
  • Unterstützung bei Veröffentlichungen

Wenn Sie Ihre bisherigen betreuten Promotionen betrachten: Was ist besonders gelungen? Was hat sich verändert in Ihrer Art der Betreuung und warum?
Mein Konzept der inhaltlichen Diskussion in enger Zeittaktung führt gut zum Ziel. Die Promotionsdauer beträgt 3,5 bis 4 Jahre.

Welche Ratschläge/Empfehlungen würden Sie Kolleg*innen geben, die neu in der Rolle der Promotionsbetreuung sind?
Man muss sich auf andere disziplinäre Zugangsweisen einlassen - dann profitieren sowohl die Promovierenden als auch die Betreuenden durch neue Erkenntnisse.