Wie sehen die Geschichten anderer Promovierender aus? Hier finden Sie Profile mit den Beweggründen für die Entscheidung der Promotionsart.
Beispielprofile von Promovierenden
Wie sehen die Geschichten anderer Promovierender aus? Hier finden Sie Profile mit den Beweggründen für die Entscheidung der Promotionsart.
Max ist 25 Jahre alt und hat vor Kurzem seinen Masterstudiengang „Soziale Kohäsion im Kontext Sozialer Arbeit und Gesundheit“ an der Hochschule Emden/Leer erfolgreich abgeschlossen.
Besonders das wissenschaftliche Arbeiten hat ihm während des Studiums viel Freude bereitet. Er schätzte es, komplexe fachliche Fragestellungen kritisch zu hinterfragen und vertieft zu recherchieren. Schon im Austausch mit seinen Dozent*innen zeigte sich seine ausgeprägte Neugier und seine Freude an wissenschaftlichem Denken.
Während der Masterarbeit, die ihm erste Einblicke in eigenständiges Forschen ermöglichte, spürte Max schnell, dass der zeitliche Rahmen zu eng war, um seine wissenschaftlichen Interessen wirklich in der Tiefe zu verfolgen. Daraus ist der Wunsch entstanden, eine spezifische Forschungsfrage im Rahmen einer Promotion weiterzuverfolgen und systematisch zu bearbeiten.
Neben seinem fachlichen Interesse reizt Max auch das Wissenschaftssystem selbst: Er interessiert sich für die Strukturen und Dynamiken unter denen Forschung und Lehre organisiert sind. Die Idee, wissenschaftlich zu arbeiten und gleichzeitig Einblicke in Hochschulstrukturen zu gewinnen, ist für ihn eine attraktive Vorstellung.
Im Gespräch mit einer Professorin der Sozialen Arbeit an seiner Hochschule hat sich schließlich eine konkrete Perspektive eröffnet: Sie hat ihre Bereitschaft signalisiert, Max im Rahmen einer kooperativen Promotion zu betreuen und ihn auf das gemeinsame Promotionskolleg „Soziale Arbeit: Devianz und Kohäsion“ in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta aufmerksam gemacht, das seinen Interessen entspricht.
Lisa ist 26 Jahre alt und steht kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiums „Urban Design: Stadt-Land-Entwerfen“ an der Jade Hochschule.
Ihre Leidenschaft gilt der zukunftsorientierten Stadtplanung, speziell in Bezug auf die aktuellen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und demographische Entwicklungen. Sie strebt danach, Städte nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig und resilient zu gestalten.
Bevor Lisa jedoch in die praktische Arbeit einsteigt, möchte sie ihre fachliche Qualifizierung weiter vertiefen und dabei besonders die architektonischen Aspekte in den Fokus stellen.
Ihr Ziel ist es, in der Forschung zu innovativen, nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepten und deren praktischer Umsetzung zu arbeiten.
In ihrer Recherche hat Lisa herausgefunden, dass sie an der Leibniz Universität Hannover eine Promotion im Bereich Architektur und Städtebau beginnen kann. Hier bieten sich vielversprechende Möglichkeiten, die zu Lisas Interessen passen.
Frank ist 37 Jahre alt und hat einen vielseitigen beruflichen Werdegang hinter sich. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und sammelte anschließend vier Jahre Praxiserfahrung in seinem Ausbildungsbetrieb.
Doch die Neugier in Bezug auf betriebswirtschaftliche Zusammenhänge brachte ihn dazu, einen akademischen Weg einzuschlagen. Er entschied sich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.) an der Ostfalia Hochschule und vertiefte sein Wissen später im Masterstudiengang Unternehmensentwicklung (M.Sc.) an der Hochschule Hannover.
Ursprünglich hatte Frank geplant, nach dem Masterabschluss wieder in die Praxis zurückzukehren und dort seine Karriere fortzusetzen. Doch während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für die wissenschaftliche Arbeit und die Erforschung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.
Frank hat daraufhin den Entschluss gefasst, eine kooperative Promotion mit der Universität Osnabrück und der Hochschule Hannover zu beginnen, um sich noch intensiver mit seinem Fachgebiet auseinanderzusetzen.
Ob er anschließend in die Praxis zurückkehrt oder seine wissenschaftliche Laufbahn fortsetzt, steht für Frank noch nicht fest. Aber seine Entscheidung, die Promotion anzugehen, gibt ihm die Flexibilität, beide Wege offen zu halten und sich die bestmöglichen Perspektiven zu erschließen.
Beate ist 35 Jahre alt und hat vor acht Jahren ihren Master in „Angewandter Nutztier- und Pflanzenwissenschaft“ an der Hochschule Osnabrück abgeschlossen. Seitdem leitet sie den Bereich Schweinehaltung in einem Unternehmen, das sich auf Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen spezialisiert hat.
In ihrer beruflichen Praxis stößt Beate immer wieder auf Fragestellungen, bei denen sie häufig auf fehlende wissenschaftliche Erkenntnisse trifft. Diese Lücken in der Forschung motivieren sie, aktiv nach Lösungen zu suchen und selbst einen Beitrag zur Weiterentwicklung ihres Fachgebiets zu leisten.
Im regelmäßigen Austausch mit ihren ehemaligen Professor*innen an der Hochschule Osnabrück hat Beate ihre Idee immer weiter konkretisiert: Sie möchte den Schritt in die Wissenschaft wagen und ihre praktischen Erfahrungen mit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden.
Ihr Wunsch ist es, spezifische Fragestellungen aus der Praxis wissenschaftlich zu bearbeiten und dabei den engen Praxisbezug zu wahren. Für sie erscheint eine kooperative Promotion in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück und der Universität Göttingen als der ideale Weg, um ihre Ziele zu erreichen.
Dabei möchte sie nicht nur die Theorie weiter vertiefen, sondern auch sicherstellen, dass ihre Forschungsergebnisse direkte Anwendung in der Praxis finden können. Langfristig kann sie sich vorstellen, nach ihrer Promotion eine Karriere als HAW-Professorin einzuschlagen. Sie würde gerne ihre umfangreiche Praxiserfahrung mit den Studierenden teilen und sie in Forschungsprojekte einbinden, um so einen direkten Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu ermöglichen.
Walter ist 45 Jahre alt und hat vor 20 Jahren Forstwissenschaft und Waldökologie an der Universität Göttingen studiert. Seitdem ist er in einem Unternehmen im Bereich der Forstverwaltung seiner Heimatstadt tätig, wo er täglich mit den Herausforderungen des Klimawandels und deren Auswirkungen auf die Wälder konfrontiert ist.
Besonders interessiert ihn die zukunftssichere Gestaltung von Wäldern im städtischen Umfeld, da diese als wichtige Klimaanpassungsmaßnahme immer mehr an Bedeutung gewinnen. Seit einiger Zeit hegt Walter den Wunsch, sich fachlich weiter zu qualifizieren und zu spezialisieren, um seine Expertise gezielt in diesem Bereich zu vertiefen.
Er hat erfahren, dass es an der Fakultät Ressourcenmanagement der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen einen Forschungsschwerpunkt zu städtischen Wäldern und deren nachhaltiger Gestaltung gibt, was sein Interesse noch verstärkt hat. Walter hat sich über sogenannte Industriepromotionen, d. h. Promotionen mit einem Unternehmen informiert und mit seinem Arbeitgeber Rücksprache gehalten.
Eine Promotion mit einem Unternehmen stellt für ihn die ideale Möglichkeit dar, weiterhin (in reduziertem Umfang) in seiner aktuellen Position zu bleiben und gleichzeitig wissenschaftlich zu arbeiten, um sich und sein Tätigkeitsfeld fachlich weiterzuentwickeln.
Das Unternehmen, für das Walter arbeitet, hat zugestimmt und ermöglicht ihm, ein Forschungsprojekt für das Unternehmen zu erarbeiten, welches gleichzeitig sein Promotionsvorhaben wird. Diese Kombination aus Praxis und Forschung erlaubt es ihm, innovative Lösungen für die Herausforderungen im städtischen Forstmanagement zu erarbeiten und in die Praxis umzusetzen.
Jana ist 35 Jahre alt und blickt auf einen vielseitigen beruflichen und akademischen Werdegang zurück. Nach einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitete sie mehrere Jahre im klinischen Bereich und übernahm zunehmend unterschiedliche Aufgaben in der Patientenversorgung.
Der Wunsch, gesundheitliche Versorgungsstrukturen besser zu verstehen und mitzugestalten, brachte sie schließlich dazu, ein berufbegleitendes Studium „Angewandte Pflegewissenschaft im Praxisverbund“ (B.A.) an der Hochschule Ostfalia aufzunehmen, das sie mit großem Engagement absolvierte. Im Anschluss entschied sich Jana, ihr Wissen mit einem Masterstudium „Public Health“ an der Medizinischen Hochschule Hannover weiter zu vertiefen. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für wissenschaftliches Arbeiten, insbesondere für Fragen rund um Versorgungsforschung und gesundheitliche Ungleichheiten.
Während des Masterstudiums reifte in ihr der Entschluss, sich intensiver mit wissenschaftlichen Fragestellungen zu beschäftigen. Die Idee einer Promotion wurde für sie zunehmend konkreter, um sich fachlich weiterzuentwickeln.
Da Jana großen Wert auf eigenständiges, vertieftes Forschen und den direkten Zugang zu universitären Forschungsnetzwerken legt, entschied sie sich bewusst für eine „klassische“ Promotion an der Universität Göttingen.
Nach mehreren Gesprächen mit einer Professorin am Institut für Medizinische Soziologie konnte sie ihre Promotionsidee weiterentwickeln und wurde schließlich als Doktorandin angenommen. Ob sie nach der Promotion wieder stärker in die Praxis zurückkehrt oder eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, lässt sie bewusst offen. Die Entscheidung zur Promotion versteht sie als Möglichkeit, wissenschaftliche Expertise aufzubauen und gleichzeitig ihre berufliche Perspektive langfristig zu erweitern.